Das Herstellen von Filzpantoffeln ist eine deutlich anstrengendere Arbeit als Sockenstricken.

Das Wollflies muß gefärbt und getrocknet werden. 

Mit viel Geduld wird die Wolle ausgelegt und anschließend kraftvoll gewalkt. 

Hier sind Clara, Hoini un Ilonca an der Arbeit.

Inzwischen sind die Socken und die Filzpantoffeln zu einem wirtschaftlich Faktor im Dorf angewachsen. Etwa 50 Frauen und Mädchen stricken Socken, 25 Frauen filzen Pantoffeln, Hüte, Taschen und Täschchen. Knappe 40.000 € werden dadurch im Dorf verdient. Wenn wir dieses Geld auf die 70 Frauen umlegen – wobei der Verdienst natürlich unterschiedlich ist, bei den Schuhen ist er deutlich höher, als bei den Socken – sind das im Duchschnitt monatlich 45 € pro Frau, zum Vergleich: Die Milch von einer Kuh bringt monatlich etwa 49 € ein. Bei der auf unseren Dörfern üblichen Weidehaltung und  hier normalerweise vorkommenden Rasse bringen sie etwa acht Liter am Tag. Und die Familien haben oft nicht mehr als eine Kuh. Dazu kommt Kindergeld von etwa 10 € pro Kind. Da sind die 45 € für die Socken oder Schuhe ein unverzichtbares Zubrot.