Camelia hatte schon immer einen Faible für medizinische Eingriffe. Wenn eine Antibiotikainjektion wiederholt oder ein Verband gewechselt werden mußte, hat sie gerne den Betroffenen den Weg zum Doktor nach Rupea und die damit verbundenen Kosten  erspart. Um die Sache zu legalisieren, hat ihr im vergangenen Jahr der Frauenverein  einen Kurs im Hopiz in Brasov für Heim- und Altenpflege finanziert. Nun nimmt sie die Aufgaben einer Gemeindeschwester wahr, besucht einmal in der Woche die Alten, schaut nach dem Rechten,

misst den Blutdruck, schwatzt ein bißchen mit ihnen, kauft notwendige Medikamente ein usw. Sie macht die Nachbehandlung nach Operationen und kümmert sich natürlich sich auch um Verletzungen, die immer wieder beim Holzhacken passieren, versorgt Hundebisse usw. Der Weg nach Rupea, für den sich die meisten Menschen im Dorf ein Auto mit Chauffeur mieten müssen kostet jedesmal um die 15 €. Deshalb ist der Einsatz von Camelia eine große Hilfe. Sie organisiert auch die Fahrten der Frauen zu einer Gynäkologin nach Brasov. Weil der Prozentsatz der an Gebärmutterhalskrebs erkrankten Frauen ist in Rumänien ungewöhnlich hoch ist, bezahlen wir als Verein die Prophylaxeuntersuchungen. Die hierfür notwenigen Mittel decken wir aus Spenden einer Gruppe aus Glabbeek in Belgien und einer Waldorfschule in Hannover.